Nutzungsrechte

Vergütung für Nutzungsrechte - Was bedeutet das?


Wir Fotografen und Grafikdesigner, aber auch die Texter, verrichten für Kunden die verschiedensten Dienstleistungen und berechnen die Arbeitszeit entweder nach Stunden oder pauschal. Neben der eigentlichen Vergütung der Leistung stellen wir auch üblicherweise eine Vergütung für Nutzungsrechte in Rechnung.

Aber was genau bedeutet das denn nun?


Die Kunden erhalten in der Regel mehr, als einen einmaligen Service: Man hat ein Logo, einen Text, ein Layout oder ein Foto erhalten, welches auf verschiedene Art und Weise genutzt werden kann. Dies wird nach unterschiedlichen Kriterien definiert (siehe links) und stellt einen eigenständigen Vermögenswert dar, der vergleichbar ist mit einer Ware.

Die Vergütung ist vertraglich vereinbart.


Viele Berufsverbände haben Empfehlungen für die Berechnung von Nutzungsrechten herausgegeben - die Allianz Deutscher Designer (AGD) z.B. berechnet das Nutzungshonorar auf der Grundlage des Stundenhonorars eines Designers und multipliziert dieses je nach Nutzungsart, Nutzungsgebiet, Nutzungsdauer und Nutzungsintensität mit einem bestimmten Faktor.

Definition


Der Umfang der Nutzungsrechte wird nach unterschiedlichen Kriterien getrennt.

  • einfache Nutzungsrechte /
    ausschließliche (exklusive)
  • Räumliche Beschränkung (z.B. bundesweit) / ohne räumliche Beschränkung (weltweit)
  • Zeitliche Beschränkung (z.B. 5 Jahre) / ohne zeitliche Beschränkung
  • Art der Nutzung (Online- oder Printmedien, Messeplakate,
    bestimmte Zeitungsausgabe)

Nicht schutzfähige Leistungen


Designs, Layouts und der Gleichen gehören zu den sogen. „urheberrechtlich nicht schutzfähigen Leistungen“.

 

Hierbei sind Nutzungsrechte vom Gesetz her eigentlich nicht vorgesehen. Dies ist jedoch eine „kann-und-wenn Bestimmung“.

 

So können auch bei urheberrechtlich nicht geschützten Leistungen vertragliche Nutzungsrechte vereinbart werden und die Vergütung danach bemessen, welche Nutzungsmöglichkeiten dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.